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In dieser Folge sprechen wir mit Christian Weymayr und Rainer Rosenzweig aus dem Wissenschaftsrat der GWUP über eine Stellungnahme mit dem Titel „Das Versagen der evidenzbasierten Medizin bei der Prüfung von alternativ- und komplementärmedizinischen Maßnahmen“. Wir ordnen ein, warum uns dieses Thema beschäftigt und wie es zu der Diskussion im Wissenschaftsrat gekommen ist.
Wir erklären zunächst, warum evidenzbasierte Medizin grundsätzlich wichtig ist: Sie soll Wirksamkeit, Nutzen und Schaden von Behandlungen mit hochwertigen klinischen Studien prüfen. Gleichzeitig diskutieren wir, dass dieses Vorgehen bei Verfahren mit unplausiblem Wirkprinzip problematisch werden kann, weil schon die Studienfrage selbst möglicherweise ungeeignet ist.
Wir besprechen, warum bei Alternativmedizin trotz schwacher Plausibilität oft positive Studienergebnisse auftauchen. Genannt werden methodische Schwächen, Zufall, falsch positive Resultate und die Schwierigkeit, Studien in der Praxis sauber zu bewerten. Anhand von Homöopathie machen wir deutlich, dass Studienergebnisse ohne Blick auf das Hintergrundwissen missverständlich sein können.
Wir arbeiten heraus, dass für die Einordnung nicht nur Studien, sondern auch Physik, Chemie, Pharmakologie und Physiologie relevant sind. An Beispielen wie Homöopathie und Akupunktur zeigen wir, dass bei sehr unwahrscheinlichen oder schwer verblindbaren Verfahren besonders hohe Anforderungen an die Belege gelten müssen.
Abschließend sprechen wir darüber, dass diese Diskussion auch für Politik, Medien und die öffentliche Wahrnehmung wichtig ist. Wir wünschen uns, dass bei solchen Fragen stärker auf Plausibilität und wissenschaftliches Hintergrundwissen geachtet wird, statt unkritisch auf Studien zu verweisen.