Im zweiten Teil meines Gesprächs mit Axel Breun geht es nach Frankreich – zu Renault. Nach seiner Zeit im Advanced Design Studio von Volkswagen folgt er Patrick Le Quément nach Paris und wird Teil einer Designabteilung, die sich gerade neu sortiert.

Renault ist für Breun in vielerlei Hinsicht vertraut und fremd zugleich: einerseits ein stark vom Engineering geprägter Konzern, andererseits eine Marke mit ikonischen, eigenständigen Autos wie Renault 16, Renault 5 oder Espace. Dazu kommt die besondere französische Designkultur – mit mehr Mut, mehr Eigenwilligkeit, aber auch eigenen internen Reibungen.

Besonders prägend wird für Axel Breun Renault Sport. Ab 2006 ist er für die RS-Derivate verantwortlich, arbeitet an Twingo, Mégane, Clio und sogar an Formel-Nachwuchsserien. Schon vorher hatte er sich mit einem Auto profiliert, das heute zu den verrücktesten Serienprojekten seiner Zeit zählt: dem Renault Clio V6. Breun erzählt, wie seine Entwürfe ausgewählt wurden, warum ihm die Türlinie und die hintere Schulter so wichtig waren und weshalb dieses Auto bis heute eine besondere Präsenz hat.

Ein weiteres großes Thema ist Alpine. Immer wieder gab es bei Renault Versuche, diese Marke zurückzuholen – und immer wieder scheiterte es an Strategie, Budget oder Konzernrealität. Breun erzählt von der Faszination für die A110 Berlinette, von Renault Sport, von internen Diskussionen und von der langen Sehnsucht nach einer Wiederbelebung der Marke.

Außerdem geht es um die spätere Renault-Designsprache, um Laurens van den Acker, um Concept Cars, um DeZir, Twin’Z, Twin’Run und die Frage, warum Autos heute wieder schöner, einfacher und weniger aggressiv werden sollten.

In dieser Folge geht es um:

– Renault als französisches Pendant zu Volkswagen

– Patrick Le Quément und die Professionalisierung des Designs

– Renault 16, Renault 5, Espace und die französische Formensprache

– Renault Sport Design und die RS-Modelle

– den Renault Clio V6 und seine besondere Entstehung

– Mégane, Twingo, Nachwuchsrennwagen und Renault Sport

– Alpine, A110 und die schwierige Rückkehr einer Legende

– Laurens van den Acker und eine neue Renault-Designsprache

– Schönheit, Einfachheit und Kritik an aggressivem Autodesign

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