Diese Woche bei Oscars & Himbeeren:
“The Mandalorian & Grogu” wird derzeit von Lucasfilm und dem Cast als große “Star Wars”-Sensation verkauft. Der Mythos sei zurück. “Star Wars” sei endlich auf die große Leinwand zurückgekehrt. Nur macht ständiges Wiederholen eine Behauptung nicht wahr.
Ob Dave Filoni, Jon Favreau, Pedro Pascal oder Sigourney Weaver: Überall ist vom Mythos die Rede, von der großen Rückkehr und vom nächsten Kino-Ereignis. Was auf Social Media und von einigen Influencern als triumphale Wiedergeburt des Franchise gefeiert wird, wirkt auf der Leinwand jedoch eher wie eine überdehnte TV-Episode.
Große Worte ersetzen keine große Geschichte. Und der Mythos von “Star Wars” entsteht nicht durch Marketingkampagnen, sondern durch Filme, die Menschen über Jahrzehnte begleiten. Gerade deshalb wirkt die aktuelle Werbung und Eigenwerbung so befremdlich. Während von einer neuen Ära gesprochen wird, fehlt genau das, was “Star Wars” einst besonders gemacht hat: Größe, Abenteuer und das Gefühl, etwas wirklich Bedeutendes zu erleben.
“The Mandalorian & Grogu” ist keine “Star Wars”-Sensation. Der Film ist der Versuch, ein lauwarmes Streaming-Produkt als großes Kino zu verkaufen. Und ja, das Thema war hier schon vor zwei Wochen im Podcast auf dem Tisch. Aber je mehr Interviews erscheinen und je häufiger vom großen Mythos gesprochen wird, desto weniger lässt uns diese Frage los: Glaubt Lucasfilm wirklich an die eigene Erzählung? Oder soll vor allem das Publikum daran glauben?
Oscars & Himbeeren - wie immer: schonungslos auf den Punkt gebracht.Hört rein!
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“The Mandalorian & Grogu” läuft seit dem 20. Mai in den deutschen Kinos (Stand: Juni 2026)
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