Health Up
Avsnitt

S03F05: Gender Health Gap: Getestet am Mann, verschrieben der Frau

Dela

In dieser Folge von „Health Up – Die Wiesbaden Business School informiert“ geht es um die Frage, warum Medizin lange vor allem am männlichen Körper ausgerichtet war und welche Folgen das bis heute hat. Im Fokus steht der Gender Health Gap: also die gesundheitliche Ungleichheit, die entsteht, wenn biologische und geschlechtsspezifische Unterschiede in Forschung, Diagnose und Therapie nicht ausreichend berücksichtigt werden. Am Beispiel des Schlafmittels Zolpidem zeigen wir, wie konkret diese Lücke werden kann. Behörden wie EMA und FDA haben darauf hingewiesen, dass Zolpidem auch am nächsten Morgen noch die Wachheit und Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen kann; zudem wurde in den USA die empfohlene Dosis für Frauen bei bestimmten Präparaten gesenkt, weil sie den Wirkstoff im Durchschnitt langsamer abbauen. Doch es geht um mehr als nur ein einzelnes Medikament. Wir sprechen darüber, warum Frauen in klinischen Studien historisch oft unterrepräsentiert waren, weshalb sich Forschungsergebnisse nicht automatisch in gerechter Versorgung niederschlagen und was sich ändern muss, damit geschlechtersensible Medizin zum Standard wird. Diese Folge zeigt: Der Gender Health Gap ist kein Nischenthema, sondern eine zentrale Frage von Gerechtigkeit, Präzision und Sicherheit im Gesundheitssystem. Autoren dieser Folge: Madeleine Engler, Laura Hennich und Pablo Andres Ullrich Noguera.

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