Judith Holofernes hat als Frontfrau von „Wir sind Helden“ deutsche Popgeschichte geschrieben und sich irgendwann ganz bewusst dazu entschieden, aus dem rasanten Karussell der Musikindustrie auszusteigen. In dieser Folge spricht sie mit Bettina Böttinger über den Verlust ihrer vertrauten Singstimme und wie sie in diesem Kontrollverlust eine unerwartete, kreative Freiheit als Autorin gefunden hat. Es geht um den kräftezehrenden Spagat zwischen Familie und Tournee-Leben, die erlösende Wirkung ihrer späten ADHS-Diagnose und den Mut, das sogenannte People-Pleasing endlich hinter sich zu lassen. Judith Holofernes erzählt von dem tiefen Glücksgefühl beim Unkrautzupfen, warum Crowdfunding über Patreon sie heute glücklicher macht als Plattenverträge und wie sie der Bild-Zeitung einst eine furiose Absage erteilte. Ein warmherziges, durch und durch positives Gespräch über späte Befreiungsschläge, das Älterwerden und die Kunst, das Leben einfach voller Neugierde auf sich zukommen zu lassen.
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