In dieser Folge der philosophischen Morgentoilette widmet sich Michael Lehofer dem Thema Schönheit und deren Funktion als Protest gegen die gesellschaftliche Destruktivität. Inspiriert durch eine Ausstellung in Venedig betrachtet er Schönheit als einen Zustand, der das Herz beruhigt und eine tiefe Verbundenheit mit dem eigenen Selbst herstellt. Er thematisiert dabei auch die Scham, die oft mit dem Nicht-Schönen verbunden ist, und regt an, diese Aspekte solidarisch mit Menschen zu betrachten, die mit Verunstaltungen leben müssen. Zudem warnt er vor der Eitelkeit, die er als übertriebene Versklavung an das vermeintlich Schöne definiert, und plädiert dafür, die Schönheit einfach gelten zu lassen. Abschließend argumentiert er, dass das Destruktive und das Schöne sich komplementär bedingen, um die Sehnsucht nach dem Schönen im Leben wachzuhalten.

– Michael Lehofer

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