ICONIC CAMPERS
Avsnitt

Weltcampingtreffen in Karpfham: Wenn der Kühlschrank kapituliert, 40 Grad, 600 Camper und die Markise auf dem Dach

Dela

Karpfham (in der Nähe von Passau) wurde für neun Tage zum Pop-up-Campingplatz der Welt: 600 Fahrzeuge, rund 1.300 Menschen aus 26 Nationen und ein Gelände, das eher nach Volksfest als nach Stellplatz aussah. Hans Posthumus vom DCC erzählt, wie hier Völkerverständigung ganz ohne Sonntagsrede funktioniert: Länderabende, Pasta aus Riesenkübeln, Musik, Gespräche und Camper, die sogar der Festwirt als außergewöhnlich höflich lobt.

Doch bei über 40 Grad wurde aus Campingromantik schnell ein Härtetest für Mensch und Material. Werkstattprofi Dominik Spitzer hatte alle Hände voll zu tun: Rund 15 Fahrzeuge wurden vor Ort repariert, von streikenden Kühlschränken über ausgerissene Türen bis zu Markisen- und Sturmschäden. Seine klare Regel: Wenn Böen kommen, Markise rein. Abspannen hilft, aber nur mit guter Bodenverankerung, notfalls mit langen Zimmererschrauben und Akkuschrauber.

Auch bei Hitze zeigt sich, was ein Camper wirklich braucht: Kompressorkühlschrank statt schwächelndem Absorberkühlschrank, Lithium-Batterie, Solar, LED-Technik und genug Reserven für zwei autarke Tage. Und beim Wasser gilt: Pumpe nie trocken laufen lassen, im Winter Leitungen entleeren, beim Befüllen alle Hähne öffnen und den Boiler erst nutzen, wenn wirklich Wasser durch alle Leitungen kommt. Camping ist eben Freiheit, aber mit Technikverstand im Gepäck.

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