„Gib dich zufrieden und sei stille“ ist die Nummer 371 aus dem Evangelischen Gesangbuch. Was klingt wie die genervte Ansage eines Erziehungsberechtigten, ist die zentrale Zeile eines Liedes von Paul Gerhardt. Die Melodie stammt von Jacob Hintze (1622-1702).
1666 wurde es erstmals veröffentlicht – in einer Zeit, die für Paul Gerhardt richtig schwer war. Der Dreißigjährige Krieg wütete und persönliche Schicksalsschläge prägten das Leben des Lieddichters. Das Thema des Liedes ist sind Leid und Elend und die damit verbundenen Gefühle. Es erzählt von Gottes Beistand in schweren Zeiten und will Seelsorge sein.
Wie gehen wir heute mit Ohnmacht und Leid um? Passt die zentrale Liedzeile überhaupt noch und was ist wirklich damit gemeint?
Was ist „Alte Musik“? Was war ein Stadtpfeifer? Wie würde ChatGPT das Lied texten? Und was ist eigentlich die Ewigkeit? In dieser Folge geht es mit Tom und Jaan rein wieder in viele religiösem, historische und musikalische Themen.
Viel Spaß beim Hören!
Weiterführende Links:
Vertonung aus dem „Vierstimmig Choralbuch, worinnen alle Melodien des Schleswig-holsteinischen Gesangsbuchs enthalten sind“ – um 1755:
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