Sascha Münnich ist Professor für Wirtschaftssoziologie an der Europa-Universität Viadrina – und Musiker. Im Gespräch mit Heiner Schmitz fragt er, was Musik leistet, was kein Markt kann: diesen Moment auf der Bühne, wo man "nicht mehr unterscheiden kann zwischen sich selber und den anderen." Gleichzeitig stellt er eine unbequeme Diagnose: Unsere Hörgewohnheiten haben sich längst zu einem Durchschnittswert entwickelt – und KI macht das nun schonungslos sichtbar, indem sie ihn einfach nachmacht. Wie viel Protest steckt noch in der Musik? Und wie viel Ware ist sie längst geworden?

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