Sex ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig – und trotzdem hat er erstaunlich oft wenig mit Lust zu tun. Emilia Zenzile Roig beschäftigt sich damit, warum wir bestimmte Vorstellungen von Sexualität für selbstverständlich halten und wie stark sie von patriarchalen Strukturen, Macht und gesellschaftlichen Erwartungen geprägt sind.
In unserem Gespräch sprechen wir darüber, warum Penetration noch immer als Zentrum von Sex gilt, wie sich diese Vorstellung auf unser Begehren auswirkt und weshalb Sexualität für viele Menschen eher mit Leistung, Anpassung oder Kontrolle verbunden ist als mit Vergnügen. Emilia erzählt außerdem, warum persönliche Erfahrungen für sie Teil politischer Analyse sind, was sie an klassischer Paartherapie kritisch sieht und was sich verändern müsste, damit Sex wieder stärker mit Lust, Körperlichkeit und Verbindung zu tun hat.
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