«Grüßt... grüßt... grüßt...» – die Grußliste am Ende des Römerbriefs wirkt auf den ersten Blick oft wie eine formelle, vielleicht sogar etwas trockene Aneinanderreihung von Namen. Doch weit gefehlt! In dieser Botschaft tauchen wir in den gewaltigen Reichtum von Römer 16 ein und entdecken, dass die 33 namentlich erwähnten Personen alles andere als Zufall sind. Gott kennt uns beim Namen, und hier lernen wir, dass wir in seinen Augen keine Fließbandware sind. Wir sind keine identisch klingenden «Yamaha-Flügel», sondern meisterhafte, handgefertigte «Steinway-Klaviere» – absolute Originale, von denen jedes seinen eigenen, wertvollen Klang hat.
Wir schauen uns die spannenden Lebensgeschichten der hier erwähnten Personen genauer an. Da ist zum Beispiel die «rein und hell strahlende» Phöbe, die als Überbringerin diesen theologisch so wichtigen Brief nach Rom brachte. Wir lernen zudem von Priska und Aquila, einem Ehepaar, das für das Reich Gottes maximal flexibel war und für Paulus sogar den eigenen Hals riskierte. Besonders faszinierend ist es zu sehen, wie Menschen mit stark heidnisch geprägten Namen wie «Aristobulus» oder «Narzissus» zum Glauben kamen. Sie zeigen, dass Christus das Leben völlig neu ausrichtet – ganz unabhängig davon, welche Erwartungen einst an diese Namen geknüpft wurden.
Schließlich beleuchtet der Vortrag, was das griechische Wort für grüßen («aspazomai») wirklich bedeutet: ein tiefes, herzliches An-sich-Ziehen. Genau diese echte, von Liebe geprägte Verbundenheit der Geschwister gilt es heute umso mehr vor Spaltungen zu bewahren, auch wenn jeder Einzelne – vom «Primus» bis zum «Quartus» – seine ganz eigene Geschichte mitbringt.
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