Wir alle schleppen sie mit uns herum: die unsichtbare Liste an Erwartungen, die uns sagt, wie wir auszusehen, zu lieben, zu arbeiten und zu altern haben. Ruth Moschner macht damit Schluss – mit ihrer Fuck-it-List, der selbstbewussten großen Schwester der Bucketlist.
Bei book:deluxe spricht die Moderatorin und Bestsellerautorin mit Bärbel Schäfer über ihr neues Buch "Die Fuck-it-List-Challenge" (Knaur HC) und stellt die Frage, die alles ins Rollen bringt: Wenn du noch 100 Tage zu leben hättest – was würdest du nicht mehr machen? Und warum lässt du es dann nicht gleich?
Im Gespräch geht es um den Körperkapitalismus, der besonders Frauen ab 40 ins Visier nimmt – von Wechseljahres-Marketing bis zum Longevity-Hype, den Ruth liebevoll-bissig "Longschwitt" tauft. Sie erzählt, warum Stress der größte Alterungsfaktor ist, warum wir das Thema Tod gesellschaftlich verdrängen, und wie ihre eigene Geschichte mit Slut-Shaming in den Medien sie geprägt hat.
Ruth nimmt kein Blatt vor den Mund: Sie spricht über sexualisierte Gewalt, Übergriffe in der eigenen Branche, das Schweigen danach – und darüber, warum die wichtigste Reaktion oft ganz einfach ist: "Ich glaube dir."
Ein Gespräch über Selbstermächtigung, gesellschaftliche Zwänge, weibliche Vorbilder in der Musikgeschichte (von Claire Waldoff bis Megan Thee Stallion) und die Frage, die am Ende übrig bleibt: Bin ich noch im Wie – oder schon im Warum?
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