Der Jagdschein ist bestanden, das grüne Abitur geschafft – und trotzdem beginnt das eigentliche Lernen für viele Jungjägerinnen und Jungjäger erst jetzt. In dieser Folge sprechen Vicky und Carsten darüber, was der jagdliche Nachwuchs von der Jagd erwarten darf, welche Verantwortung mit dem Jagdschein einhergeht und was Pächter, Revierinhaber und erfahrene Jäger im Gegenzug von der neuen Generation erwarten können.
Zu Gast sind Kira Janin Baumann, vielen auf Social Media als „Blondress“ bekannt, und Felipe Bellon. Kira hat ihren Jagdschein seit 2023 und teilt ihren Weg in die Jagd offen mit ihrer Community. Besonders am Herzen liegen ihr die Niederwildjagd, jagdliches Brauchtum und die Arbeit mit ihrer Deutsch-Langhaar-Hündin Edda. Dabei spricht sie auch über Unsicherheiten, Lernprozesse und darüber, warum es für sie genauso zur Jagd gehört, den Finger einmal gerade zu lassen.
Felipe hat seinen Jagdschein erst seit April 2026 und bringt durch seinen internationalen Hintergrund noch einmal eine ganz andere Perspektive mit. Geboren in Brasilien und über mehrere Länder schließlich nach Deutschland gekommen, fasziniert ihn besonders die hiesige Jagdkultur mit ihrem starken Verantwortungsbewusstsein, ihren Traditionen und dem Anspruch an Waidgerechtigkeit. Neben seinen ersten eigenen Erfahrungen im Revier engagiert er sich bereits bei der Kitzrettung und beschreibt sehr anschaulich, was es bedeutet, sich als Neuling Schritt für Schritt in diese Kultur hineinzufinden.
Gemeinsam erzählen beide von ihren ersten Erfahrungen im Revier, von Unsicherheiten, wichtigen Mentoren und der Erkenntnis, dass nicht jeder Anblick mit einem Schuss enden muss. Es geht um Geduld, Selbstreflexion, jagdliches Brauchtum und die Frage, wie aus theoretischem Wissen echte Handlungssicherheit entsteht.
Außerdem sprechen die Gäste darüber, warum Jungjäger selbst aktiv werden, Kontakte knüpfen und mit anpacken sollten – und weshalb erfahrene Jäger zugleich in der Verantwortung stehen, Türen zu öffnen und Wissen weiterzugeben. Auch Social Media kommt zur Sprache: als Chance, Jagd transparent und vielseitig zu zeigen, aber auch als Raum, in dem Respekt, Zurückhaltung und Verantwortung besonders wichtig sind.
Highlights der Folge
• Warum der Jagdschein nur der Anfang eines lebenslangen Lernprozesses ist.
• Welche Erfahrungen Kira und Felipe in ihren ersten Jahren als Jungjäger gemacht haben.
• Warum Mentoren, erfahrene Jäger und gute Vorbilder im Revier so wichtig sind.
• Weshalb nicht jeder Anblick mit einem Schuss enden muss.
• Wie Jungjäger lernen, dem eigenen Bauchgefühl und den eigenen Grenzen zu vertrauen.
• Was Pächter und Revierinhaber tun können, um dem jagdlichen Nachwuchs echte Chancen zu geben.
• Warum Jungjäger selbst aktiv werden, Kontakte knüpfen und im Revier mit anpacken sollten.
• Welche Bedeutung Jagdsprache, Brauchtum und Tradition für die nächste Generation haben.
• Wie Social Media Jagd vermitteln kann – und wo Verantwortung und Zurückhaltung gefragt sind.
• Warum gegenseitiger Respekt und Offenheit entscheidend sind, damit Jagd auch künftig generationenübergreifend weitergetragen wird.