Wir treffen den Schweiz Historiker Thomas Maissen in Basel, jener Stadt, in der Grenzgänger, Industrie, Universität und Internationalität den Alltag prägen, und fragen ihn, was das über das Verhältnis der Schweiz zu Europa verrät.
Sehr schnell wird klar: Der Stadt-Land-Graben, Mythen wie das «Heidi»-Bild und die Lust am Sonderfall sind nicht blosse Folklore, sondern politisch wirksam – bis ins Abstimmungsverhalten hinein. Wir sprechen über Föderalismus, direkte Demokratie und eine Schweizer Identität, die sich oft aus der Differenz speist.
Gleichzeitig zeigt die Realität der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, wie wichtig Rechtssicherheit, Mobilität und stabile Abkommen sind. Und wir diskutieren, warum die Schweiz vom grössten Binnenmarkt der Welt profitiert, bei Themen wie Kohäsion und Mitverantwortung jedoch so rasch blockiert.
Brisant wird es, wenn Weltpolitik ins Spiel kommt: Trump, Zölle und Druck als Machtinstrument, die Frage nach dem amerikanischen Schutzschirm und was Europa sicherheitspolitisch aus eigener Kraft leisten muss. Maissen begründet, warum ein stärkerer europäischer Pol – und sogar ein EU-Beitritt – aus sicherheitspolitischer Sicht wieder plausibel wird, und wie Neutralität historisch funktioniert hat, ohne zur Beruhigungspille zu werden.
Wenn Sie sich für das Verhältnis Schweiz–EU, die Bilateralen Abkommen, Neutralität, direkte Demokratie und die Zukunft der Auslandschweizer interessieren, dann ist das ein Gespräch, das wehtut – und hilft. Abonnieren Sie den Podcast, teilen Sie die Folge und hinterlassen Sie uns eine Bewertung. Und: Was ist Ihre wichtigste Leitlinie für die Schweiz in Europa?