„Mut" ist das Wort, das in meiner Umfrage am häufigsten fiel, wenn ich gefragt habe, was es für eine berufliche Veränderung noch braucht. In dieser Folge geht es darum, warum „Spring einfach!" selten hilft und was stattdessen trägt: dein persönliches Einmeterbrett. Mit einer kleinen Aufgabe für diese Woche.
Ein Freibad im Hochsommer. Oben auf dem Dreimeterbrett steht ein Mädchen, vielleicht neun Jahre alt. Sie schaut hinunter, dann zur Leiter, dann wieder hinunter. Hinter ihr wird die Schlange unruhig, und von unten ruft jemand: „Du schaffst das, spring einfach!" Hilft das? Eher nicht.
Vielleicht kennst du dieses Gefühl aus deinem Berufsleben. Du weißt, dass sich etwas ändern soll, und wartest auf den Mut dafür. Und wenn er nicht kommt, hältst du dich für feig.
In dieser Folge erfährst du:
- warum in meiner Umfrage mit 67 Antworten ausgerechnet „Mut" das häufigste Wort war, und was der Satz „Mut und vielleicht etwas größere Kinder" darüber verrät
- warum derselbe Schritt für verschiedene Frauen eine völlig andere Fallhöhe hat, und Zögern oft eine nüchterne Risikoabschätzung ist statt Feigheit
- warum ich Angst als Information sehe und nicht als Fehler, den man erst abstellen muss
- was ein Einmeterbrett ist: ein kurzer Schritt, der Überwindung kosten darf, aber nicht den Schlaf
- woran du erkennst, wann das Einmeterbrett zur Ausrede wird
Ich erzähle dir außerdem, warum Selbstständigkeit für mich lange mit großer Angst verbunden war und wie ich meine eigene Lösung gefunden habe: Angestellt und Teilselbstständig.
Die Folge ist für dich, wenn du beruflich etwas verändern möchtest und dir dabei selbst vorwirfst, zu wenig mutig zu sein. Und für dich, wenn du schon lange Gespräche führst, Bücher liest und Weiterbildungen machst, aber trotzdem noch am Beckenrand stehst.
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