Es ist die absolute Horrorvorstellung für Angelika Klüssendorf: Aus Versehen eine Wespe zu verschlucken. Immer schon warnt sie jeden in ihrem Umfeld davor, nicht ungeprüft aus geöffneten Getränkedosen zu trinken. Aus dieser Angst ist nun die Anfangsszene ihres neuen Romans "Trost" geworden.
Ziemlich abrupt versetzt die in Mecklenburg lebende Schriftstellerin ihre Hauptfigur ins Koma. Es ist das Jahr 2022, die Corona-Pandemie hallt nach, der russische Angriffskrieg auf die ganze Ukraine beginnt. Ritas Angehörige sind überfordert und suchen Trost auf ganz unterschiedliche Weise. Wo die Autorin Trost findet und wie sie ihre Bücher schreibt, erzählt sie Nadine hoch oben in unserem "Wohnzimmer", der rbb Dachlounge im 14. Stock.
Das Buch
Angelika Klüssendorf: "Trost", Piper, 208 Seiten, 24,00 Euro.
Die Bücher, über die Nadine und Angelika Klüssendorf sonst noch sprechen:
Angelika empfiehlt
J.D. Salinger: "Neun Erzählungen", aus dem amerikanischen Englisch von Eike Schönfeld, Kiepenheuer & Witsch, 240 Seiten, 15,00 Euro.
Nadine empfiehlt
Lutz Rathenow: "Zangengeburt. Gedichte aus einem anderen Jahrtausend", Verlag Ralf Liebe, 20,00 Euro.
Die Autorin
Angelika Klüssendorf, geboren 1958 in Ahrensburg, aufgewachsen in Leipzig, 1985 aus der DDR ausgereist, veröffentlicht seit 1990 Erzählbände und wurde vor allem für ihre autofiktionale Roman-Trilogie "Mädchen", "April" und "Jahre später" von Kritik und Publikum gefeiert. "Trost" ist ihr sechster Roman.
Der Ort
Die rbb Dachlounge im 14. Stock des rbb Fernsehzentrums
Podcast-Tipp
12-teilige Lesung von "Trost", gesprochen von Corinna Harfouch, in ARD Sounds: https://www.ardsounds.de/sendung/angelika-kluessendorf-trost/urn:ard:show:0c93631496f7b34d/