Wie findet man als Chefin eines Hotels heraus, ob jemand auf die
ausgeschriebene Stelle passt? Und woher weiß man als Bewerberin, dass
das Unternehmen wirklich so ist, wie es sich darstellt? In der neuen
Podcastfolge von "Was Chefinnen wirklich denken" ist Karina Ansos zu
Gast. Sie ist seit einem Jahr die Hoteldirektorin des berühmten Adlon in
Berlin. Im Gespräch mit den beiden Hosts Leonie Seifert und Moritz
Müller-Wirth spricht sie über die Generation Z und wie sie diverse Teams
zusammenstellt.
Karina Ansos sagt: "Ich persönlich schaue mir keine Zeugnisse mehr an,
sondern die Person." Bei vielen Positionen im Hotel gehe es um die
Attitude, das Benehmen. Denn das könne man – anders als Bettenmachen
etwa – niemandem beibringen. "Wenn die Person nicht aufsteht und mir die
Hand gibt, damit habe ich ein Problem. Das ist ein K.-o.-Kriterium."
Im Podcast geht es auch um Fehlerkultur. Grundsätzlich akzeptiere sie
nicht, wenn Fehler zum dritten Mal passierten. Aber: "Wir müssen uns
immer fragen: Liegt es am Mitarbeiter oder liegt es an uns? Nicht immer
liegt es an der neuen Generation." Klassische Hierarchien hätten sie
heute nur noch auf dem Papier. "Bei mir kann jeder ins Büro kommen, vom
Azubi bis zum Manager", sagt sie.
Sie erreichen das Podcastteam unter chefinnen@zeit.de.
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