Traumhaus im Exposé entdeckt, der Preis liegt deutlich unter dem Marktniveau – doch dann der Dämpfer: „Objekt steht im Erbbaurecht“. Ist eine Immobilie auf fremdem Boden ein unschlagbares Schnäppchen oder eine finanzielle Zeitbombe?
In dieser Folge nimmt Philip Hildebrandt das Thema Erbbaurecht systematisch auseinander. Er erklärt, warum Erbpacht rechtlich gar nicht existiert, wie der Erbbauzins berechnet wird und wieso die Restlaufzeit über Wohl und Wehe einer Bankfinanzierung entscheidet. Erfahre, worauf Käufer und Verkäufer bei Anpassungsklauseln, Heimfall und Entschädigungsregelungen achten müssen, um teure Überraschungen zu vermeiden.Shownotes
Ein Haus kaufen, aber den Boden nur leihen? Das Erbbaurecht verunsichert viele Käufer und Verkäufer. Doch wer die richtigen Kennzahlen kennt, kann Verträge innerhalb von zehn Minuten richtig einordnen. Philip Hildebrandt erklärt in dieser Folge praxisnah, wie Erbbaurecht funktioniert und wann sich das Modell lohnt.
Inhalte dieser Folge:
Erbpacht vs. Erbbaurecht: Warum es sich um ein grundstücksgleiches Recht handelt und was das für dein Grundbuch bedeutet.
Der Erbbauzins: Wie er berechnet wird und warum es gigantische Unterschiede zwischen Altverträgen, privaten Gebern und Kommunen (z. B. Hamburg mit 1,3 %) gibt.
Die Anpassungsklausel: Welches Erhöhungspotenzial in Verträgen schlummert und was du aus dem Fall Lüneburg lernen kannst.
Die 3 Zonen der Restlaufzeit: Warum unter 30 Jahren Restlaufzeit die Finanzierung durch Banken extrem schwierig wird.
Vertragsende & Heimfall: Was passiert, wenn die Laufzeit abläuft und welche Entschädigung dir gesetzlich zusteht.
Vergleichsrechnung: Volleigentum vs. Erbbaurecht – wann rechnet sich das Modell wirklich?