Was macht eigentlich ein Reallabor? Und warum braucht der Holzbau in Sachsen einen Scout?
Franziska Lorenz spricht mit unserem Moderator Stefan Bischof über genau diese Themen. Sie ist Innovationsscout im Projekt 4transfer und zuständig für das Reallabor Holzbau an der Dualen Hochschule Sachsen.
Sie erklärt, wie ein Reallabor funktioniert: Es geht darum, Transfer zu fördern und die verschiedenen Akteure im Holzbau aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenzubringen. Ideen werden nicht simuliert, sondern direkt in der Praxis getestet. Zwei Themen stehen dabei im Fokus. Zum einen die Zulassungen im Einzelfall. Sie sind im Holzbau oft aufwändig, obwohl es sich häufig um dieselben wiederkehrenden Fragen handelt. Zum anderen der Umgang mit Altholz. Aktuell ist es zum Beispiel kaum möglich, Holzbalken aus einem Abriss weiterzuverwenden, da das Gesetz dies bisher nicht erlaubt, obwohl der Werkstoff dafür geeignet wäre.
Franziska erzählt auch von ihrem Weg in den Holzbau. Sie ist Germanistin und damit Quereinsteigerin in einer vermeintlich noch stark männlich geprägten Branche. Sie berichtet, wie die Zusammenarbeit mit der HKS und weiteren Partnern im Innovationsverbund funktioniert. Und sie stellt kreative Formate wie "Pop-up Science“ vor - damit wird Forschung im Holzbau künstlerisch erlebbar gemacht.
Es geht um Netzwerkarbeit, um Geduld beim Überzeugen und um eine einfache Idee zum Schluss. Manchmal hilft es, die eigenen Wünsche einfach laut auszusprechen.
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