Kriege und Spannungen kann man nicht isoliert betrachten. Ukraine, Iran, Arktis, Taiwan, russische Flottenbewegungen rund um Japan sind keine voneinander unabhängigen Nachrichtenereignisse. Ein Blick auf den Globus zeigt, dass sie strategisch miteinander verbunden sind. Die Vereinigten Staaten bleiben die stärkste Militärmacht der Welt, aber ihre Vormacht beruht auf einer Voraussetzung: dass sie ihre Stärke dort konzentrieren können, wo sie im entscheidenden Moment gebraucht wird. Eine Weltmacht verliert ihre Vormachtstellung dann, wenn ihre Gegner erkennen, dass sie nicht mehr überall gleichzeitig überlegen sein kann. Taiwan ist deshalb mehr als ein regionaler Konfliktpunkt. Schaffen es die USA Taiwan zu schützen, wenn sie gleichzeitig in Europa, im Nahen Osten, in der Arktis und an anderen Punkten des Globus gefordert sind? Amerikas Vormacht steht unter Druck.

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Herbert Bauer, Generalmajor i.R. und Militärexperte  

WEITERFÜHRENDE LINKS

DVIDS – George Washington transits Singapore Strait and Strait of Malacca

Associated Press – New aircraft carrier heads toward Mideast

Associated Press – US pulls last aircraft carrier in Asia

South China Morning Post – Chinese radar satellite tracks moving maritime target

Reuters – While the world is distracted, China steps up its strategic game

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