Literaturinteressierte warten jedes Jahr im Herbst mit Spannung darauf: Wer erhält den Literaturnobelpreis? Als Special ist hier im «Literaturclub Interview» ein Talk über Leben und Werk der diesjährigen Gewinnerin Anne Carson zu hören.
Die Literatur der 76-jährigen Kanadierin ist im Urteil der Schwedischen Akademie in Stockholm, die den Nobelpreis vergibt, «kühn und erfinderisch». Tatsächlich spielt Anne Carson in ihren Werken immer wieder mit klassischen Traditionen bis hin zur Antike und überträgt sie in zeitgenössische Literatur. Carson hat über ein Dutzend Bücher veröffentlicht. Allesamt ungewöhnlich, mutig und sprachlich-formal experimentell. Als ihr Meisterwerk gilt «Autobiography of Red», das auf Deutsch unter dem Titel «Rot» herausgekommen ist. Für Andrew Shields, der an der Universität Basel lehrt, ist es «nur logisch», dass diese Autorin nun mit dem höchsten Literaturpreis ausgezeichnet worden ist.
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Buchhinweise:
Anne Carson. Rot. Aus dem Englischen von Anja Utler. 320 Seiten. S. Fischer, 2019.
Anne Carson. Anthropologie des Wassers. Aus dem Englischen von Marie Luise Knott. 130 Seiten. Matthes & Seitz, 2014.
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