Am 27. Oktober wählt Israel. Alles dreht sich um die Frage: Bibi oder nicht Bibi. Die größten Chancen hat Ex-Militär Gadi Eisenkot. Ein Podcast von Pragmaticus.
Das Thema: Seit drei Jahren ist Israel ist ein Land im Krieg an vielen Fronten. Viele Gefallene, multiple Traumata und Bombenalarm sind ein Teil des Alltags: Wie wirken sich diese Ereignisse auf das politische Klima aus? Welche Parteien stellen sich zur Wahl und mit welchen Programmen? Der Nahost-Experte Jan Busse von der Universität der deutschen Bundeswehr in München ist ein genauer Beobachter der Vorgänge rund um die Wahl in Israel.
In diesem Podcast berichtet er von den innenpolitischen Debatten im Land und den Schwierigkeiten, die sich angesichts von Mehrheitsbildungen ergeben können. Fakt ist, dass das gesamte Land politisch betrachtet nach rechts gerutscht ist. Die linken Kräfte in Israel sind marginalisiert. Dafür bestimmen die kleinen Parteien am extrem rechten Rand die Politik. Es sind Hardliner, die die Siedlerbewegung im Westjordanland unterstützen, den arabischen Israelis das Wahlrecht abspenstig machen wollen und die Demokratie insgesamt herausfordern. Das, was die Wahl vor allem dominiert, ist die Frage: Bleibt Benjamin Netanjahu im Amt oder muss er gehen? Gelingt es Ex-General Gadi Eisenkot, dem Polit-Profi Netanjahu genügend Stimmen abzuringen? Laut Meinungsumfragen ist es ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit unbekanntem Ausgang, das auch darüber entscheidet, welche Koalitionen gebildet werden können. Der Historiker Jan Busse ist sich sicher: „Es wird eine richtungsweisende Wahl sein.“
Unser Gast in dieser Folge: Jan Busse ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Internationale Politik und Konfliktforschung, Institut für Politikwissenschaft, Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften an der Universität der Bundeswehr München.
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