"Heinz Rühmann war in der NS-Elite tief verankert und vernetzt. Er hat alles mitgemacht", sagt Alexander van Dülmen. Der Filmproduzent kommt aus München und ist Anfang des Jahres nach 30 Jahren Berlin nach Bozen in Südtirol gezogen. Jetzt verfilmt er das Leben der deutschen Schauspielikone Heinz Rühmann, der nicht nur ein riesengroßer Opportunist war, sondern auch NS-Sympathisant und die Verkörperung der Abgründe des "kleinen Mannes". Im artechock-Gespräch sprechen Alexander van Dülmen und Rüdiger Suchsland über Rühmanns Karriere, seine tränenreiche Rührung über sich selbst, den Faschismus im schrecklich beliebten Film "Die Feuerzangenbowle" sowie Parallelen und Unterschiede zur sogenannten Wim-Wenders-Debatte.

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