In dieser Folge sprechen wir über die aktuellen Kürzungen beim Sozialstaat, die Rentenreform mit der neuen gesetzlichen Kapitalrente, die Pflege- und Gesundheitsreformen sowie die Debatten um Arbeitszeit, Feiertage und Krankmeldungen. Wir prüfen das Narrativ, Deutschland könne sich den Sozialstaat angesichts einer alternden Gesellschaft und des internationalen Wettbewerbsdrucks nicht mehr leisten, zunächst aus einer gewerkschaftlichen Verteilungsperspektive. Danach wechseln wir zu einer kapitalismuskritischen Perspektive und fragen, warum der Lohn zum Leben zu klein ist, wie der Sozialstaat die Klasse der Lohnabhängigen zur Solidarität verpflichtet und spaltet sowie wie die Standortkonkurrenz der Staaten die Bevölkerung zur Manövriermasse der Kapitalakkumulation macht.
Für unsere Patreon-Abonnent*innen haben wir eine kurze Zusatz-Folge zu den Rentensystemen in Österreich und Schweden vorbereitet: Was die beiden Vorbilder der deutschen Debatte auszeichnet und warum die deutsche Reform nur übernimmt, was dem Kapital schmecken.
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