In dieser Folge tauchen wir tief in das Zeitalter des Kinos im „Dritten Reich“ ein und beleuchten, wie die Nationalsozialisten das damals boomende Massenmedium systematisch für ihre Zwecke einspannten. Entgegen der Vorstellung, dass damals nur plumpe, offensichtliche Hetzfilme liefen, zeigt ein genauerer Blick eine weitaus subtilere Strategie: Das Propagandaministerium unter Joseph Goebbels setzte auf ein kalkuliertes Zusammenspiel aus politischer Indoktrination und scheinbar harmloser, seichter Unterhaltung. Von den manipulativen „Kulturfilmen“ und der Wochenschau im Vorprogramm bis hin zu den großen antisemitischen Hetzwerken wie Jud Süß oder den kriegsverherrlichenden Fliegerfilmen – das Kinoprogramm war bis ins kleinste Detail durchorganisiert und gleichgeschaltet.

Besonders spannend wird es, wenn wir hinter die Kulissen der damaligen Filmindustrie blicken. Wir beleuchten die radikale Umstrukturierung des Filmsektors, die erzwungene „Arisierung“ und die tragischen Schicksale derjenigen, die Berufsverbote erlitten oder fliehen mussten. Im Zentrum steht dabei die faszinierende und zugleich widersprüchliche Geschichte des Star-Regisseurs Fritz Lang. Floh er wirklich in einer dramatischen Nacht-und-Nebel-Aktion nach einem Treffen mit Goebbels, oder bauten er und die Nachwelt hier an einer Legende, die den historischen Fakten nicht ganz standhält? Abschließend sprechen wir darüber, wie das filmische Erbe dieser dunklen Epoche nach 1945 durch die alliierten Siegermächte aufgearbeitet wurde und warum bestimmte „Vorbehaltsfilme“ bis heute nicht frei zugänglich sind. Eine packende Folge über die Macht der Bilder, die Dynamik einer Diktatur und den schmalen Grat zwischen Mythos und Wahrheit.

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