Wie umgehen mit der AfD, deren Wahlergebnisse immer höher ausfallen? Darüber zerbrechen sich die anderen Parteien seit Jahren die Köpfe. Und: Sie finden keine Lösungen. Am deutlichsten wird das bei der Union, die aufgrund der Brandmauer zu AfD und Linken gerade im Osten in eine Zwickmühle geraten ist.
Der Politikwissenschaftler Christian Stecker schlägt einen komplett anderen Ansatz vor. Er sagt, Deutschland müsse sein politisches System verändern: "Die Mehrheitskoalition ist totgeritten." Er spricht sich für flexible Mehrheiten aus. Das würde Minderheitsregierungen und auch das Ende der Brandmauer zur AfD bedeuten. Es ist eine Idee mit Zündstoff, die Stecker in dieser Folge mit Malte Pieper und Focus-Chefreporterin Anja Maier diskutiert. Im Podcast erklärt der Politikwissenschaftler, warum ihm bei dem Gedanken an Mehrheiten mit der AfD auch nicht wohl ist – und warum er trotzdem keine Alternativen mehr sieht.
Außerdem geht es um die Vetternwirtschaft-Vorwürfe bei der AfD, speziell in Sachsen-Anhalt. "Für die AfD ist es insofern besonders problematisch, weil sie sich ja immer als der große Saubermann geriert", sagt Christian Stecker dazu. Inwiefern das die Wahlergebnisse der Partei schmälern könnte, sei aber noch nicht ausgemacht.
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