Ein Mann atmet schwer in den Hörer. „Ich habe meine Frau getötet“, sagt er. Er habe sie mit einem Messer angegriffen und jetzt sei sie „fast tot“. Es ist ein beunruhigender Notruf, der im April 2025 den Rettungsdienst in Würzburg erreicht. Wenig später umstellen Einsatzkräfte eines Sonderkommandos ein Haus im Würzburger Stadtteil Heuchelhof. Am Fenster steht ein 45-jähriger Mann. Hinter ihm in der gemeinsamen Wohnung liegt seine schwerverletzte Lebensgefährtin.

Mehr als 50 Mal soll der Angeklagte auf seine Lebensgefährtin eingestochen haben. Die zweifache Mutter stirbt wenig später an ihren schweren Verletzungen.

Vor Gericht berichten Zeuginnen und Zeugen von einer Beziehung geprägt von extremer Eifersucht, Kontrolle und Unterdrückung. Und schnell rückt das Frauenbild des Angeklagten in den Fokus. Hielt er Frauen für untergeordnet? Musste seine Partnerin sterben, weil sie sich seinen patriarchalen Vorstellungen nicht unterwerfen wollte?

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