Sie versinken zu Hause im Chaos, leben zurückgezogen und sind tendenziell älter. So jedenfalls ist das gängige Bild von Menschen, die umgangssprachlich als Messies bezeichnet werden.
Doch dieses Bild trifft nicht immer zu: Es gibt auch viele Junge, die in Unordnung versinken – zum Beispiel die 26-jährige Nina (Name geändert). Wie viele Messie-Betroffene schämt sie sich für ihre Unordnung. Viele Betroffene führen deswegen im Alltag ein Doppelleben.
«An manchen Tagen graut es mir davor, nach Hause zu kommen. Wenn ich sowieso schon gestresst bin und zu Hause dann noch die Unordnung sehe… Dann ist das ziemlich schlimm.»
Was sind die Ursachen für das Messie-Syndrom? Warum sind davon laut Coaches auch immer mehr Junge betroffen? Wo endet überhaupt «normale» Unordnung – und wo beginnt das Messie-Syndrom? Und wie finden Betroffene wieder zur Ordnung?
Unsere Volontärin Sepinud Poorghadiri hat zum Messie-Syndrom recherchiert und sowohl Betroffene als auch Fachpersonen dazu getroffen. In einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos» erklärt sie, was hinter der Diagnose steckt und was sich seit der Coronapandemie bei jungen Menschen verändert hat.
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