Am 20. Dezember 1945 wird in einer ehemaligen Durchgangs-Pakethalle des Postamts am Regensburger Bahnhof die Leiche eines Jungen gefunden. Der Tote trägt keine Ausweispapiere bei sich, deswegen kann er zunächst nicht identifiziert werden. Was er allerdings dabei hat, sind laut Polizeibericht 1700 Reichsmark sowie Rubel- und Zloty-Geldscheine. Es wird die Vermutung vermerkt, dass es sich um einen Zitat „Ausländer“ handelt. Ein Pressebericht in der Lokalzeitung hat zur Folge, dass sich zwei Bekannte des Toten bei der Polizei melden. Sie identifizieren ihn als den 14 Jahre alten Schüler Berek Goldfeier.
In der neuen Folge des Podcasts Crime Daheim spricht die Host Steffi Kraus gemeinsam mit Journalistin und Autorin Waltraud Bierwirth über den Fall Goldfeier. Bis heute ist der Mord an dem 14-Jährigen unaufgeklärt, ein Täter konnte nie gefunden werden. Oder besser: Sollte vielleicht nie gefunden werden? Zumindest legen das die Recherchen von Waltraud Bierwirth nahe. Sie vermutet, dass das Motiv für den Mord Antisemitismus gewesen sein könnte und möglicherweise sogar die Polizei ihre Hände im Spiel hatte. Redakteurin Steffi Kraus stellt dem, basierend auf ihren eigenen Recherchen, eine andere Theorie gegenüber.
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