Crime Daheim
Avsnitt

Der lange Weg zum Gedenken: Der Fall Klaus-Peter Beer (3/3)

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Zwei Amberger Neonazis töteten Klaus-Peter Beer in der Nacht auf den 7. September 1995 – weil dessen Homosexualität nicht in deren ideologisches Weltbild passte. Doch offiziell wird der 49-Jährige von den Behörden in der Statistik erst ein Vierteljahrhundert später als Opfer rechter Gewalt aufgeführt. Durch eine Neubewertung, die durch das Polizeipräsidium Oberpfalz im Dezember 2020 veranlasst wurde, ist der Fall mittlerweile als „politisch motivierte Kriminalität“ aufgeführt.

Dass der Weg des Erinnerns und auch der Einordnung der Tat in Amberg lange Zeit beschwerlich gewesen sei, schildert der Autor und Gewerkschafter Stefan Dietl im Gespräch mit Oberpfalz-Medien. Der Sulzbach-Rosenberger ist außerdem Sprecher des „Bündnisses gegen das Vergessen“, das sich dem Gedenken an Klaus-Peter Beer widmet. Acht Jahre nach der Tat, im Jahr 2003, habe die erste Demonstration in Amberg stattgefunden. „Für uns war das unglaublich, dass da jemand ums Leben kam, ohne dass irgendjemand das thematisiert oder dass es da irgendeine Art des Erinnerns gibt.“

In Folge drei der Miniserie zum Fall Klaus-Peter Beer geht das Podcastteam von „Crime Daheim“ der Frage nach, warum der Weg des Gedenkens lange und steinig war und wie sich das Leben als queere Person in der Oberpfalz in den verschiedenen Jahrzehnten unterscheidet.

Inhaltswarnung: Tötungsdelikt, Homophobie, Rechte Gewalt

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