Ruhestand neu denken:: Leben im eigenen Rhythmus
Was passiert, wenn der Beruf endet, aber das innere Rennen einfach weitergeht?
In dieser besonderen Gesprächsrunde sprechen vier Menschen offen darüber, wie unterschiedlich der Übergang in den Ruhestand, die Pension oder die nachberufliche Phase erlebt wird.
Bertram Kasper verlässt dieses Mal klassische Moderatorenrolle. Gemeinsam mit Maria Klink, Ursula Georgy und Gudrun Behm-Steidel entsteht ein ehrliches Gespräch über Freiheit, Verlust, neue Rhythmen und die Frage, wer wir eigentlich sind, wenn die vertraute Berufsrolle wegfällt.
Maria hat bis kurz vor ihrem 70. Geburtstag mit Freude gearbeitet. Jetzt merkt sie, dass ihr eng getakteter Arbeitstag innerlich noch weiterläuft. Ursula hat sich bewusst auf ihre Pensionierung vorbereitet und erlebt dennoch, wie sehr ihr die Begegnungen mit Studierenden fehlen. Gudrun entschied sich bereits mit 60 für einen selbstbestimmten Ausstieg und begleitet heute Menschen in ihrer Lebensphase Freiheit. Bertram erzählt, warum ihn die Erfahrung der Endlichkeit und die Müdigkeit gegenüber alten Organisationsmustern zu einem früheren Abschied aus dem Beruf bewegt haben.
Es geht um die Frage, ob ein guter Ruhestand einen Plan benötigtoder eher offenen Raum. Wie finden wir einen eigenen Tagesrhythmus, ohne daraus gleich wieder eine neue Leistungsschablone zu machen? Welche beruflichen Kontakte bleiben, wenn ihr Nutzen wegfällt? Wie viel Ehrenamt tut gut und wann wird aus freiwilligem Engagement erneut Pflicht? Und wie entstehen neue Freundschaften und soziale Verbindungen?
Besonders schön ist der Gedanke der Mikroabenteuer. Es muss nicht gleich der Kilimandscharo sein. Ein neuer Weg, ein Gruß an einen fremden Menschen, das Balancieren auf einem Baumstamm oder eine kleine Reise können reichen, um dem Leben eine frische Richtung zu geben.
Zitat der Episode:
Und ist das nicht toll, dass wir heute sagen können: Ich habe Zeit?
Maria Klink
Diese Folge zeigt, wie verschieden diese Lebensphase sein darf. Früher aufhören oder länger arbeiten, viel Struktur oder freie Tage, Ehrenamt oder bewusster Rückzug. Alles beginnt mit einer Entscheidung, die zur eigenen Person und zur eigenen Lebenslage passt.
Was fordert dich in deiner nachberuflichen Phase gerade besonders heraus? Schreib uns gern. Dein Gedanke könnte anderen Mut machen, ihren eigenen Rhythmus zu finden.
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Die Musik im Intro und Outro ist von Stefan Kissel und wurde von Nico Lange gesprochen.