Die viertgrößte Stadt Bulgariens wird im kommenden Jahr Schauplatz des Eurovision Song Contest 2027. Burgas hat sich gegen Sofia durchgesetzt und richtet aus - aber warum? Denn eigentlich war die Stadt am Schwarzen Meer nur Außenseiter im Rennen um die Austragung. Allerdings hat man mit der Arena Burgas eine Halle zu bieten, die erst 2023 eröffnet wurde und eine Show wie den ESC austragen kann. Wie sieht es aber mit dem Rest der Stadt aus? Wie ist die Infrastruktur, wie sind die Hotelkapazitäten und wie kommt man da überhaupt hin? Warum die Wahl auf Burgas fiel und was die Stadt zu bieten hat, erklärt ARD-Korrespondent Oliver Soos aus dem Studio Südosteuropa.
Über Jahre leitete Pele Loriano ein erfolgreiches Schweizer Songwritingcamp und verantwortete die musikalische Strategie hinter den ESC-Siegeracts von 2024, Nemo, und 2025, JJ, maßgeblich mit. Er weiß, worauf es beim Wettbewerb ankommt und ist von nun an in Diensten Deutschlands unterwegs. Er gehört zum fünfköpfigen Musikteam des SWR, das alle Bewerbungen sichtet, die seit dem 15. Juli und noch bis zum 21. September abgegeben werden können. In ESC Update gibt er einen Einblick in seine Arbeit damals in der Schweiz und heute für Deutschland und beantwortet natürlich auch die Frage: Was braucht ein ESC-Siegeract?
Außerdem werden vom kommenden ESC an eine ganze Reihe an organisatorischen Dingen anders sein. Zum Beispiel löst ein neues Mindestalter von 18 Jahren die jahrzehntelang gültige Grenze ab 16 Jahren ab. Ein siegreiches Land darf ab sofort keinen ESC mehr ausrichten, sofern es sich in einem bewaffneten Konflikt oder in einer geopolitisch sensiblen und angespannten Region befindet. Dies würde aktuell etwa auf Israel zutreffen. Dazu hat das israelische Unternehmen Moroccanoil sein ESC-Sponsoring mittlerweile beendet. Israel bleibt aber weiterhin Teilnehmerland, deshalb hat die niederländische Rundfunkgesellschaft AVROTROS ihren Boykott erneuert und die ESC-Teilnahme abgesagt. Ein anderer niederländischer Broadcaster könnte aber einspringen.
Zusätzlich stehen mögliche Änderungen am Votingverfahren im Raum. So sei es der Wunsch der ESC-Organisatoren, das Publikumsvoting künftig komplett online stattfinden zu lassen, wobei auch mehrere verschiedene Länder gewählt werden müssten - ähnlich wie aktuell schon beim Junior ESC. Dies zitiert die schwedische Zeitung "Aftonbladet" aus einem Schreiben der EBU an die Mitgliedssender. Wie würde so ein Voting den ESC verändern?
Moderation: Marcel Stober & Thomas Mohr Gäste: Oliver Soos, Pele Loriano
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