„Naturschutz“ ist ein Thema, bei dem man oft suggeriert bekommt, dass man sich zwischen zwei scheinbar unvereinbaren Polen entscheiden müsse: Entweder menschliche Nutzung – und damit mutmaßlich kein Naturschutz –, oder: man überlässt Natur ganz sich selbst und verwirklicht damit eine idealisierte Naturvorstellung, die in der Romantik des frühen 19. Jahrhunderts wurzelt.
Die gelebte Praxis im Natur- und Landschaftsschutz des 21. Jahrhunderts versucht, die Ansprüche der Natur mit denen der menschlichen Nutzung unter einen Hut zu bringen. Wie das ausschauen kann, und welche Konflikte sich dabei ergeben, wollen wir uns anhand einer UNESCO-Modellregion für nachhaltige Entwicklung ansehen: Wir streifen durch den beeindruckend vielfältigen und artenreichen „Biosphärenpark Wienerwald“ –der einzige Biosphärenpark Europas, der in eine Millionenstadt hineinreicht.
(Experte: DI Andreas Weiß, Direktor des Biosphärenpark Wienerwald Management)
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