Sachsen-Anhalt steht vor einer historischen Wahl: Die rechtsextreme AfD liegt in Umfragen bei rund 40 Prozent, und könnte damit erstmals in Deutschland eine Landesregierung anführen oder sogar allein regieren. Vor der Wahl wird wieder viel über den Osten gesprochen: über Frust, verlorene Einheit, geringe Löhne, fehlendes Vermögen und das Gefühl, von westdeutschen Eliten nicht ernst genommen zu werden.
Aber erklärt das wirklich den Erfolg der AfD? Oder ist die ostdeutsche Kränkung inzwischen auch eine politische Erzählung, die Verantwortung wegschiebt, und eine rechtsextreme Wahlentscheidung zu leicht als bloßen Protest erscheinen lässt? Zugleich wächst im Westen die Gegend Kränkung: Warum sollen Länder und Kommunen weiter zahlen, während bei ihnen selbst Brücken, Schulen und Bahnhöfe zerfallen?
Wir diskutieren über reale Ost-West-Ungleichheit, den Streit um den „Opfermythos“ der Ostdeutschen und die Frage, ob Deutschland gerade in einen neuen Verteilungskampf zwischen Ost und West gerät, von dem am Ende vor allem die AfD profitiert.
Der Apofika-Presseklub mit Jana Hensel, Reinhard Bingener und natürlich unserem Host, Markus Feldenkirchen
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