Immer wieder erscheinen Artikel in Spiegel, Süddeutscher und Co., die Bedürfnisorientierung als Erziehungstrend kritisieren – und mich nervt das ehrlich gesagt ganz schön. Weil die meisten davon weder von Expert:innen geschrieben werden noch verstehen, was Bedürfnisorientierung überhaupt ist.
Deshalb nehme ich mir in dieser Folge Zeit für eine geschichtliche und gesellschaftliche Einordnung: Wo kommt die Bedürfnisorientierung her? Warum wird sie gerade jetzt so hinterfragt? Und wie können wir als Fachkräfte eine klare Haltung dazu gewinnen – und sie auch behalten?
Ich erzähle, wie alles mit der Bindungstheorie nach dem Zweiten Weltkrieg begann, was Attachment Parenting, Gentle Parenting und Jean Liedloff damit zu tun haben – und warum ich selbst irgendwann entschieden habe, gemeinsam mit Katrin Hohmann eine eigene Definition für den professionellen Kontext zu entwickeln.
Außerdem stelle ich fünf Thesen auf, warum Bedürfnisorientierung gerade so unter Druck steht: von Generationenkonflikt über gesellschaftliche Projektionsfläche bis hin zum politischen Rechtsruck – und was das alles miteinander zu tun hat.
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