Schwarze Pisten haben ein Gefälle von 60 – 70 Grad. Die Großen Lagen vom Weingut Loersch in Leiwen an der Mosel sind steiler. Kein Wunder, dass Filius Alexander das elterliche Weingut zuerst nicht weiterführen wollte. Zu mühselig ist die Arbeit bei der konsequenten Handlese. Heute nennt der Falstaff Alexander Loersch „Mr. Kabinett“. Denn er konzentriert sich auf eben jene Stilistik, für die seine Heimat einst weltberühmt war: filigrane, alkoholarme Kabinett-Rieslinge mit hoher Spannung. In unserem Weinpodcast „Vier Flaschen“ beginnen wir mit Trittenheimer Apotheke „Vogelsang“ Riesling trocken aus 2024. Schiefer in der Nase und salzige Mineralität sorgen bei diesem Lagenwein mit 12% Alkohol für einen hohen Trinkfluss. Der Preis: 16,80 Euro. Dann kommt der fruchtsüße Jubilum Riesling Kabinettmit 9,5% Alkohol für 18 Euro. 94 Punkte gibt der Falstaff diesem Wein, in dem die dezente Süße mit Säure und Mineralität harmonisch ausbalanciert ist. Kräftiger als die vorherigen Weine ist Trittenheimer Apotheke „Felsterrasse“ Riesling feinherb, ebenfalls aus 2024. Die 85 Jahre alten Reben bringen ein Zusammenspiel von Ingwer, Würze, Zirrus, Grapefruit und herben Zesten mit einem salzigen Abgang ins Glas. 19,80 Euro sind dafür ziemlich günstig. Den Abschluss macht Trittenheimer Apotheke Riesling Spätlese „Alte Reben“ aus 2025. Die Säure balanciert die 70 Gramm Restzucker vollständig aus. Am Gaumen attestiert Sommelier Michael Kutej diesem Wein eine „Geschmacksexplosion“ aus Mango und Papaya bei nur 8% Alkohol. Für 19,80 Euro ist auch dies enorm viel Wein.

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