Staatsplan 14.25 - Opfer des DDR-Leistungssports erzählenGesine Tettenborn, geborene Walther, gehörte zu den größten Leichtathletik-Talenten der DDR. 1984 lief sie mit ihrer Mannschaft den 4 x 400m Staffel-Weltrekord. Mit der Geburt des ersten Kindes beendete sie ihre Sportlerinnen-Karriere und widmete sich vor allem ihrer Familie. Tatsächlich verbirgt sich hinter dieser scheinbar logischen und unaufgeregten Beschreibung ein achtungsgebietendes Ringen um die eigene innere Unabhängigkeit und um das Anrecht auf ein selbstbestimmtes Leben. Gesine Tettenborn Lebensbericht hört sich an wie ein Krimi aus Zeiten des Kalten Krieges, in dem wir vom Fluchtversuch und der Haft des Bruders erfahren, der Bespitzelung durch die Stasi, vom Doping und einer Liebesgeschichte mit einem Schweizer Athleten. 2010 ließ sich Gesine Tettenborn aus der Rekordliste des Leichtathletik-Verbandes streichen.
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