Männlichkeit befindet sich in einer Krise. Diese Erzählung ist so alt wie hartnäckig. Während im Netz aktuell ein Kult der Hyper-Maskulinität sein Unwesen treibt, verhandelt das Kino vielfach Fragen, die patriarchale Gewalt, emotionale Manipulation und dysfunktionale Beziehungen betreffen. Während weibliche oder queere Emanzipation über eine relativ klare Erzählform verfügt, scheint es dem Kino allerdings schwerer zu fallen, eine populäre Entsprechung für die Emanzipation männlicher Figuren zu entwerfen. Ob nun toxisch/böse oder gesund/gut - wieso klammern sich Filme so sehr an das Klischee des außergewöhnlichen Mannes? Wie die digitale Männlichkeits-Propaganda sich in ihrer Ästhetik auf das Kino bezieht und warum es Männer nicht gewohnt sind jenseits von Härte, Unnahbarkeit und Abgründigkeit angeblickt, gezeigt und wahrgenommen zu werden - darüber diskutieren Marcus und Benni.


Bennis Artikel zum Thema im Filmdienst: https://www.filmdienst.de/artikel/81070/neue-bilder-von-mannlichkeit

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