Für uns klingt die Aufregung um die Linke in Berlin, als stünde Stalin persönlich vor dem Roten Rathaus. Wir nehmen die Reaktionen aus Politik und Medien auseinander, diskutieren das „Nie wieder“-Banner der Jungen Union und kritisieren, wie Antisemitismusvorwürfe unserer Einschätzung nach politisch eingesetzt werden, ohne tatsächlichen Antisemitismus kleinzureden. Danach kommen wir vom Buzzer-Debattenformat zu den Fragen, die sich nicht wegbuzzern lassen: Wem gilt Solidarität im Krieg, was leistet Staatskritik und was folgt daraus für die Unterstützung der Ukraine? Dabei vertreten wir unterschiedliche Positionen: Staiy begründet seine Unterstützung für die ukrainische Selbstverteidigung, Karl setzt auf Solidarität mit den Menschen statt mit Staatsgewalten, darunter Flüchtende und Kriegsgegner. Wir lassen diesen Unterschied stehen, ebenso wie die Grenze, die Karl ausdrücklich einräumt: Staatskritik bietet unmittelbar bedrohten Menschen keinen jederzeit verfügbaren Ausweg aus Krieg und Besatzung.

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