Deutschland braucht neue Stromtrassen, weil viel Windstrom im Norden erzeugt wird, der Verbrauch aber vor allem in den Industriezentren im Süden stattfindet. Die Projekte SuedLink und SuedOstLink sollen diese Lücke schließen. Als moderne Hochspannungs-Gleichstromleitungen (HGÜ) können sie zusammen rund vier Gigawatt Strom transportieren und damit ganze Metropolregionen versorgen. Die Leitungen verlaufen als Erdkabel über mehr als tausend Kilometer und werden abschnittsweise gebaut.
Hinter dem Netzausbau steckt eine enorme logistische Herausforderung: Die Kabeltrommeln wiegen bis zu 95 Tonnen, sind mehrere Meter groß und müssen über speziell geplante Routen transportiert werden. Für jeden Transport sind umfangreiche Genehmigungen, Brückenprüfungen und eine präzise Zeitplanung notwendig. Verzögerungen können ganze Baustellen ausbremsen.
In der Folge von VerkehrsRundschau Funk sprechen Deborah Baran und Christian Bonk mit Jannis Böttcher, Team Leader Project Logistics bei Rhenus, darüber, wie die riesigen Kabeltrommeln für SuedLink und SuedOstLink transportiert werden, welche logistischen Hürden dabei zu bewältigen sind und warum diese Transporte eine Schlüsselrolle für die Energiewende spielen.
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