Im späten neunzehnten Jahrhundert stand die Medizin an der Schwelle zwischen Verzweiflung und Entdeckung. Krebs des Kehlkopfes, jener Struktur, die uns die Stimme verleiht und unsere Atemwege schützt, verlief fast immer tödlich. Chirurgen verfügten nur über wenige Werkzeuge und noch weniger Erfolge. Dann veränderte im Jahr 1873 eine mutige und kontroverse Operation alles. Theodor Billroth führte die erste totale Laryngektomie durch und entfernte einem menschlichen Patienten den gesamten Kehlkopf. Es war ein radikaler Eingriff, der ein Leben rettete – allerdings um den Preis des Sprachvermögens und der natürlichen Atmung. Dieser Moment markierte den Beginn einer langen und sich stetig weiterentwickelnden Reise in der Behandlung von Kopf-Hals-Karzinomen.
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