In dieser Folge sprechen Thilo Mischke und Alexander Prinz über die politische Entwicklung in Sachsen-Anhalt, den Wahlerfolg der AfD und die Frage, warum traditionelle Parteien Teile ihrer früheren Wählerschaft nicht mehr erreichen. Dabei geht es um den Verlust sozialer Bindungen, politische Orientierungslosigkeit und ein schwindendes Gefühl gesellschaftlicher Teilhabe.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Kommunikation der AfD. Thilo und Alexander diskutieren, wie die Partei Social Media früh als dauerhafte Infrastruktur für Mobilisierung und Sichtbarkeit genutzt hat – während andere Parteien digitale Reichweite lange unterschätzten. Welche Rolle spielen Wiedererkennbarkeit, persönliche Präsenz und Authentizität, wenn politische Inhalte zunehmend über Personen und Alltagssprache vermittelt werden?

Außerdem geht es um die sogenannte Brandmauer, die Gefahr einer Normalisierung rechtsextremer und autoritärer Positionen sowie um die unterschiedlichen Motive von AfD-Wählerinnen und -Wählern. Zum Schluss sprechen die beiden darüber, wie stark politische Wirkung heute von Auftreten, Sprache und persönlichem Eindruck abhängt – und was etablierte Parteien daraus für ihre Kommunikation lernen müssen.

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