Er glaubt er sei der ultimative Dealmaker. Seine Strategie: maximaler Druck, unvorhersehbare Wendungen und das absolute Vertrauen in die eigene Verhandlungskunst. Doch auf der internationalen Bühne funktioniert dieses Modell immer weniger. Donald Trump will den Iran am Verhandlungstisch in die Knie zwingen – nachdem dies militärisch nicht möglich scheint. Das erklärte Ziel: Ein neues, härteres Abkommen als das seines Vorgängers Barack Obama aus dem Jahre 2015, das Trump gekündigt hat und als den "schlechtesten Deal aller Zeiten" bezeichnet. Doch Teheran will nicht einlenken, die Verbündeten in Europa reagieren skeptisch, und die Region bleibt damit instabil wie eh und je. Kann man mit einem Regime verhandeln, das die USA als Erzfeind sieht - erst recht jetzt nach den Militärschlägen und der Eliminierung großer Teile seiner Spitze? Und droht der Welt statt eines historischen Deals ein noch schlechterer, als der "schlechteste Deal aller Zeiten", um - wie viele sagen -, einen Krieg ohne Plan zu beenden? USA-Experte Josef Braml ("Trilaterale Kommission") und Iran-Kenner Guido Steinberg (Islamwissenschaftler SWP) analysieren die Lage bei Michaela Kolster.

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