Halbzeit 2026 – und die Märkte stehen an einem Wendepunkt. Carsten Mumm, Chefvolkswirt der Privatbank Donner & Reuschler, zieht Bilanz und stellt die Weichen fürs zweite Halbjahr.
Die großen Tech-Konzerne krempeln ihre Strategie um: Weniger Dividenden, weniger Buybacks – dafür Milliarden-Investitionen in KI-Datencenter und Chips. Meta öffnet seine Infrastruktur für Dritte und springt zweistellig, während Oracle einräumt, dass gebuchte Kapazitäten möglicherweise nicht bezahlt werden können. Der Markt reagiert erstaunlich gelassen – zu gelassen?
Gleichzeitig zeigt sich: Wer nur auf die großen US-Tech-Werte gesetzt hat, sitzt auf einem Klumpenrisiko. Der Russell 2000 läuft von Allzeithoch zu Allzeithoch, Europa hat Aufholpotenzial, und der DAX hinkt mit nur zwei Prozent Plus massiv hinterher – belastet durch die Autokrise und einen SAP-Absturz, den kaum jemand auf dem Zettel hatte.
Mumms klare Ansage: Das passive Depot wird nicht mehr der Renditebringer der Zukunft sein. Warum Stock-Picking jetzt wichtiger wird, weshalb Gold trotz Rückschlag unter 4.000 Dollar strategisch ins Portfolio gehört und was vom “Herbst der Reformen” der Bundesregierung wirklich zu erwarten ist.
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