«Akademiker weniger gefragt – Berufslehre im Aufwind.» Solche Schlagzeilen häufen sich. Schnell ist die Schuldige gefunden: die künstliche Intelligenz. Sie verändert unsere Arbeitswelt tiefgreifend. Das verunsichert – und wirft Fragen auf: Was müssen wir heute lernen, um morgen noch relevant zu sein? Was ist dran an den Schlagzeilen über arbeitslose Akademiker? Und wie gut ist die Schweiz mit ihrem Bildungssystem auf den Wandel vorbereitet?
Für Ursula Renold, Professorin für Bildungssysteme an der ETH Zürich, ist klar: Dank der Berufsbildung ist die Schweiz gut gerüstet. Weil sie eng mit der Wirtschaft verbunden ist, kann sie schneller auf technologische Veränderungen reagieren als viele Hochschulen. Gleichzeitig vermittelt die Berufsbildung Kompetenzen, die künftig wichtiger werden – etwa Teamfähigkeit und Selbstmanagement. Deshalb rät die Bildungsexpertin Eltern und Jugendlichen auch heute: «Im Zweifel eine Lehre beginnen.»
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