Wenn ich ein Thema benennen sollte, mit dem die meisten meiner Klientinnen und Klienten zu kämpfen haben, dann ist es wahrscheinlich das Problem mit dem Grenzen setzen. Und zwar völlig egal, in welchem Beziehungskontext. In der Partnerschaft, in Freundschaften, in der Familie, im Job, gesunde Grenzen zu setzen ist offenbar eine unserer größten inneren Hürden und es ist mehr, als einfach nur Nein zu sagen. Was für viele schon schwierig genug ist. Denn die Verzweiflung beginnt oft dort, wo Dein NEIN nicht gehört, oder einfach übergangen wird. Und jetzt beginnt die Hilflosigkeit. Und die klingt so:

„Ich hab doch gesagt, dass ich das nicht will.“ „Ich hab meiner Mutter schon hundertmal gesagt, dass sie sich da nicht einmischen soll.“ „Ich hab meinem Partner ganz klar gesagt, dass ich nicht möchte, dass er so mit mir redet.“

Und trotzdem passiert es wieder. Und nun? Warum respektiert der andere meine Grenze nicht? Wie deutlich soll ich denn noch werden?

Aber genau hier steckt ein Missverständnis, über das ich heute mit Dir sprechen möchte. Denn eine Grenze zu benennen und eine Grenze wirklich zu setzen, sind zwei verschiedene Dinge. Und darum geht’s in dieser Folge zum Thema gesunde Grenzen, Selbsterlaubnis und schlechtes Gewissen.


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