Zugegeben: Die Aufgabe ist groß. Schon die Engländerinnen Inez Sharp und
Nadia Lawrence werden sich nicht ganz einig bei der Frage: Was ist
typisch britisch? Humor? Understatement? Multikulturalität?
Apropos andere Kulturen: Die beiden Britinnen sind nicht allein im
Studio. Mae McCreary hat als Amerikanerin lang aus weiter Ferne hinüber
auf die Insel geblickt (am ehesten mithilfe ihres Fernsehgeräts). Viele
britische Eigenarten hat sie erst im Kontakt mit ihren englischen
Kolleginnen kennengelernt. Owen Connors Position zum Nachbarland ist als
Ire besonders komplex: Ja, Irland gehört geografisch und kulturell zu
den Britischen Inseln. Aber schon der Name „Britische Inseln“ ist ja
nicht ganz unverfänglich.
Vielleicht ist es einfacher, sich dem Thema literarisch zu nähern. In
unserem Buchtipp stellt Eve Lucas (ebenfalls Britin) Ihnen die Memoiren
von Geoff Dyer vor. In "Homework" zeichnet er nicht nur ein lebendiges
Bild seiner Jugend, sondern vor allem auch vom England der Sechziger-
und Siebzigerjahre.
Unbedingt zur Lektüre empfohlen auch: Spotlights Sonderheft "LOVE
BRITAIN", das es ab 6. März zu kaufen gibt.
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