Der Umstieg auf Elektroautos beschleunigt sich hierzulande rasant, während die deutschen Autokonzerne gleichzeitig Rekordgewinne erzielen. Taugt die Mobilitätswende auch als Vorbild für den klimagerechten Umbau der Wirtschaft, wie ihn die Politik anstrebt? Und wo sind die Fallstricke?

Die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hat das Thema Klimawandel noch einmal sehr dringlich vor Augen geführt. Auch wenn man darüber streiten kann, ob nun der Starkregen etwa in Ahrweiler tatsächlich mit dem Klimawandel zusammenhängt oder doch eher ein Ereignis ist, wie es punktuell immer schon einmal vorkam – so ist doch klar, dass die Häufigkeit, mit der Wetterextreme uns heimsuchen, mit dem Klimawandel zunimmt.

Die Politik muss darauf reagieren. Und sie tut es auch.

Die Europäische Union hat im Juli ihr Programm "Fit for 55"vorgelegt. Ein Gesetzespaket, das dafür sorgen soll, dass in der EU 55 Prozent weniger Treibhausgase ausgestoßen werden sollen. Und das schon bis zum Jahr 2030. Als Basis dient das Jahr 1990, das macht es etwas leichter.

In Deutschland ist die Wahrnehmung ähnlich. Egal ob Annalena Baerbock von den Grünen, Armin Laschet (CDU) oder Olaf Schulz (SPD) – die Kanzlerkandidaten und die Kanzlerkandidatin wollen den Ausstoß von Kohlendioxid drastisch reduzieren. Und zwar ohne die Industrie zu schwächen. Sie wollen sogar ein Geschäft daraus machen.

Deshalb dient die Mobilitätswende mit dem rasanten Umstieg auf E-Autos und Plug-in-Hybride als Vorbild. So war im ersten Halbjahr 2021 jeder fünfte Neuwagen in Deutschland ein E-Auto oder ein Plug-In-Hybrid. Gleichzeitig schreiben die Autohersteller von BMW über Mercedes bis Volkswagen Rekordgewinne.

Das klingt nach der besten aller Welten: Klima schützen und gleichzeitig Geld verdienen.

Viele fragen sich, ob das klappen kann. Ob die Autoindustrie als Vorbild taugt. Oder ob die Industrie insgesamt nicht vom Tempo des Umbaus überfordert wird.

Darauf soll dieser Podcast erste Antworten geben. Es sprechen Michael Freitag, Leitender Redakteur des manager magazins und immer gut informiert, vor allem, wenn es um die Autoindustrie geht, und Martin Noé, einer der beiden Chefredakteure des manager magazins.

Der Podcast wurde produziert von Philipp Fackler.

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